Abo-Fallen Im Internet

Wer kennt sie nicht, die so genannten Abo-Fallen im Internet?

Selbst wenn man noch nicht selbst unliebsam Bekanntschaft mit den Anbietern unnützer Abonnements gemacht hat, so vergeht nicht einen Tag im Internet, an dem man nicht über die gut gemeinten Ratschläge selbst ernannter Verbraucherschützer stolpert.

Tatsache ist, dass diese Ratschläge mehr verwirren als helfen.

Da gibt es Verbraucherschützer, die früher selbst bei den Betreibern solch unnützer Seiten und Abonnements gearbeitet haben und dafür fürstlich entlohnt wurden.
Da gibt es Verbraucherschützer, die als gescheiterte Existenz selbst einmal auf solche Seiten hereingefallen sind und nun ihre "Erfahrungen" weitergeben.
Natürlich gibt es auch die seriösen Verbraucherschutzorganisationen, die sicherlich wertvolle Ratschläge geben können, aber nie den Einzelfall beurteilen.
Allen gemeinsam ist, dass es sie raten:
Nicht reagieren, nicht zahlen und nicht aufregen.

Solange aber der Otto Normalverbraucher im Internet nicht reagiert, machen die Betreiber der Abonnement-Seiten fröhlich weiter. Wenn von 100 angemahnten Nutzern im Internet nur 20 zahlen, dann hat sich der ganze Aufwand für die genannten Betreiber auch schon gelohnt.

Und das ist genau das, was die unnützen Anbieter dieser Abonnement-Seiten wollen. Sie agieren im Stillen und kassieren im Stillen.

Hier jedoch muss jeder Otto Normalverbraucher im Internet aktiv werden. Wenn die Anbieter solch unnützer Abonnement-Seiten die gerichtliche Öffentlichkeit scheuen, wie der Teufel das Weihwasser, so muss man sie eben genau dorthin zerren.

Erst wenn es eine Vielzahl von Urteilen deutscher Gerichte gibt, die eine Zahlungspflicht von Otto Normalverbraucher verneinen, wird dem Spuk ein Ende bereitet.

Jeder Anwalt weiß, wie er auf die Abwehr unberechtigter Forderungen zu reagieren hat. Jeder Anwalt weiß, wie er auf einen Mahnbescheid mit einer offensichtlich unberechtigten Forderung zu reagieren hat.
Der Anwalt, der die Folterinstrumenten der ZPO kennt, wird sicherlich nicht untätig zu sehen, wie die Betreiber von unnützen Abonnement-Seiten im Stillen weitermachen.
Man muss den Anwalt nur von der Kette lassen, in dem man ihm das Mandat erteilt.

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